Probenähen,  Taschen & Co.

MaxiMetropolita: Ein schickes Raumwunder

Ich nähe gerne Taschen, sehr gerne sogar! Ich mag das genaue Arbeiten mit nichtelastischen Stoffen, das Einnähen von Reissverschlüssen und in diesem Fall hier war auch das Anbringen der Ösen und Nieten mit dem Hammer sehr amüsant. Sehr vorteilhaft finde ich auch, dass ich beim Fotografieren des fertigen Stücks hinter und nicht vor der Kamera stehen kann.

Inzwischen habe ich doch schon ein paar selbstgenähte Taschen, die immer wieder zum Einsatz kommen. Früher hatte ich eine einzige gekaufte Handtasche, die getragen wurde bis sie kaputt war. Dann habe ich jeweils neue gekauft. Heute habe ich die Auswahl zwischen verschiedenen Farben, Grössen und Modellen. Was mir aber noch fehlte, war eine etwas grössere Tasche, die aber nicht nach Shopper aussieht, sondern schick und trotzdem gut für den Alltag geeignet ist.

 

Da kam der Probenähaufruf von der lieben Nicole von MONJA Taschen gerade recht. Die MaxiMetropolita ist keine 0815-Tasche. Sie überzeugt durch klare Formen, aber auch mit diversen Spezialitäten wie den grossen Ösen, den Nieten und der Möglichkeit, die Taschen mit den Ösen zu verkleinern.

Das Probenähen war richtig cool! Ich war nicht die schnellste, und so konnte ich mich laufend von den anderen Taschen inspierieren lassen. Die anderen Mädels zauberten eine tolle Tasche nach dem anderen. Danke an dieser Stelle an alle Mitprobenäherinnen! Die Stoffe die ich verwendet habe, sind alle aus meinem Fundus. Zuerst wollte ich nur eine zweifarbige Tasche nähen, aber als ich dann die verschiedenen in Frage kommenden Stoffe nebeneinander legte, merkte ich, dass da durchaus auch mehrfahrbige Kombinationen in Frage kommen. Und so habe ich nun fünf verschiedene Farbtöne und vier verschiedene Stoffarten verwendet, nämlich Canvas in dunkelgrau, Kunstleder in petrol matt und mint metallic, dunkelblaue beschichtete Leinen und eine japanische Baumwolle mit Libellenprint in einem schwer beschreibbaren Grünton (offiziel mint). Auch habe ich nicht alle Schnitteile aufs Mal zugeschnitten, sondern Step bei Step. Ich habe mir beispielsweise abgeschaut, meinen Futterstoff mit den Libellen auch auf der Aussenseite zu zeigen. Der Stoff ist ja auch zu schön, um sich nur im Innern zu verstecken, oder? Die darunterliegende Fläche hat sich für eine Applikation geradezu angeboten. Mir gefällts sehr gut, auch wenn mir die Rundungen bei den Flügeln nicht so gelungen sind wie ich es eigentlich gerne hätte. Jänu, Unperfekt ist das neue Perfekt!

 

Mit den grossen Ösen in der Leiste oben, kombiniert mit einem Ringkarabiner, lässt sich die Tasche wunderbar verkleinern. Mir gefällt diese Form sehr gut. Das Anbringen der Ösen an sich war nicht so schwer, ich habe ja auch schon Ösen in Hoodies, Jacken etc. angebracht, aber eben, durch Jersey, Sweat und ähnliches und nicht durch zwei Schichten Kunstleder.

 

Mein Lockwerkzeug mit der Prym Variozange hat da nicht mitgemacht und ich musste mit der Schere etwas nachhelfen. Mit Nieten habe ich bisher noch nie gearbeitet. Weil es aber soviel Spass machte, diese mit dem Hammer einzuschlagen, habe ich beim Tragegurt zur Dekoration auch gleich noch ein paar reingehauen Diese Idee habe ich mir auch von einer anderen Probenäherin abgeschaut und für mich passend gemacht.

 

Und noch eine Neuheit für mich: Bodennägel. Also erstens hatte ich bisher noch keine Tasche mit solchen Dingern und zweitens hatte ich diese noch nie verwendet. Aber es war auch ganz einfach und sie verleihen der Tasche etwas Eleganz und Professionalität.

 

Die Tasche hat sehr viele Gestaltungsmöglichkeiten Drei verschiedene Aussenteile lassen sich beliebig kombinieren. Zudem können beliebig viele Reissverschlussfächer eingenäht werden. Ich habe auf der einen Seite ein Steckfach gemacht (das mit der Libelle), welches mit einem von aussen unsichtbaren Magnetknopf geschlossen wird und auf der anderen Seite ein Reissverschlussfach. Alleine die Entscheidung, welche Stoffe ich wie verwende und welche Fächer ich wo einbaue, hat mich einen Abend gekostet. Aber die investierte Zeit hat sich definitiv gelohnt.

Natürlich lässt auch das Innenleben keine Wünsche offen, denn es ist sehr schön strukturiert und kann beliebig angepasst werden. Ich habe auf der einen Seite wieder Steckfächer (das grosse mit einem Magnetverschluss) und auf der anderen Seite ein Reissverschlussfach sowie zwei kleinere Steckfächer. Da ich die Tasche nun schon sehr oft benutzt habe, musste ich feststellen, dass ich zuviele Fächer habe *lol*!

 

Mein Fazit: Es war ein sehr inspirierendes Probenähen mit einem ganz, gant tollen Schnittmuster, welches ich jederfrau nur ans Herz legen kann. Ganz nach dem Motto, #fraukannniegenuttaschenhaben!

Die zweite MaxiMetropolita liegt bereits zugeschnitten auf dem Tisch und wartet nur noch darauf, fertig genäht zu werden. Diesmal habe ich das Schnittmuster auf 80 Prozent verkleinert und mich für die Rucksackversion entschieden. Ja, die gibt es auch noch! Da werden Schlaufen und D-Ringe angebracht, damit die Schultergurten auch als Rucksackträger verwendet werden können. Seid gespannt! Hier schon mal ein kleiner Vorgeschmack aufs Innenleben der verkleinereten Tasche.

 

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Ganz liebe Piratengrüsse

Schnittmuster: MaxiMetropolita von MONJA Taschen, wurde mir im Rahmen des Probenähens zur Verfügung gestellt
Aussenstoffe: Kunstleder in petrol matt und mint metallic, gekauft bei stoffartig.ch / Canvas Grey von Birch Fabrics, gekauft bei helloheidifabrics.com / Acrylic Linen oxford blue, gekauft bei urmeli.ch
Innenfutter: Baumwolle “Tonbo” von Sevenberry, gekauft bei kreando.ch
Metallteile: Reissverschluss, Ösen, Nieten und Co. von kreando.ch, buttinette.ch und zickzackzuck.ch

Verlinkt mit DufürDichamDonnerstag

Beitrag enthält liebgemeinte Werbung aus Überzeugung (Stoff und Zubehör selbst gekauft, Schnittmuster wurde mir im Rahmen des Probenähens zur Verfügung gestellt)

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