Nähen für Grosse,  Taschen & Co.

BiBag Sewalong

Als die liebe Ingrid B. von bpatterns im Mai zum BiBag Sewalong aufrief, wusste ich, da bin ich dabei! Warum? Weil ich einerseits den Gedanken, dass ganz viele Gleichgesinnte gleichzeitig am gleichen Projekt werkeln sehr spannend und motivieriend fand und andererseits, weil ich für mein Dry Oilskin-Resttück endlich den geeigneten Taschenschnitt fand.

Die BiBag näht sich nämlich wunderbar aus Dry Oilskin (und natürlich auch aus anderen festen Stoffen wie Canvas, Kunstleder etc.). Ich hatte aus meinem Mammut-Projekt von Elkes Nähcamp nämlich noch ein Stück übrig. Der grösste Teil wurde dort zu meinem MAcleo-Parka vernäht (siehe auch dieser Beitrag) und dass aus dem Reststück eine Tasche werden soll, war für mich von Anfang an klar. Nur welche?

Da kam der Aufruf von Ingrid B. nämlich gerade richtig. Ingrid B. unterstützte uns als Nähcoach am Nähcamp und half auch mir, einen Zuschneidefehler beim Parka wieder «geradezubiegen». Deshalb war die Verbindung vom Dry Oilskin zur BiBag für mich perfekt.

In einem Vorbereitungspost informierte Ingrid B. über die benötigten Materialien und liess uns genügend Zeit, diese zu organisieren. In vier Schritten führte sie über mehrere Tage hinweg durch die Anleitung, so dass jede in ihrem eigenen Tempo mitnähen konnte.

 

Meine Materialauswahl

Nun aber zur Tasche: Als Innenfutter hatte ich zuerst einen blauen Baumwollestoff mit Kringel ausgesucht (den hat Ingrid B. sich übrigens kürzlich auch auf dem Stoffmarkt ergattert). Aber ich habe mich dann während dem Nähen umentschieden. Und das ist ja das Schöne an einem Sew Along. Man resp. frau kann sich laufend von den (Zwischen-)Ergebnissen der anderen inspirieren lassen. Einige haben nämlich die Kleinkram-Tasche vollständig gefüttert und diese Idee gefiel mir sehr gut. Da musste aber ein etwas markanteres Innenfutter her, und so habe ich mich für ein leichtes, buntes Wachstuch entschieden. Da kann ruhig auch mal eine Wasserflasche auslaufen, passiert mir nämlich ab und zu.

 

Work in progress – Kleinkramtasche

Die markante Fronttasche, die kurzen Tragegriffe als auch die Eckverstärkung habe ich aus einer alten Jeans von mir genäht. Mir gefällt die Kombination von Schwarz und Mint sehr gut. Doch das Aufnähen der Fronttasche brachte meine Nähmaschine stark an ihre Grenzen. Sie knatterte und ratterte bei den vielen Stoffschichten. Aber mit dem Handrad funktionierte es ziemlich gut. Nur beim Reissverschluss hat es einen kleinen Buckel gegeben, den ich mit meinem selbstgebastelten Reissverschluss-Anhänger zu vertuschen versuche. Manchmal macht die Not erfinderisch!

 

Passender Reissverschlussanhänger

Die Fronttasche enthält noch eine zusätzliche Stecktasche für Handy und Kugelschreiber. Mit dem Klett lässt sie sich auch wunderbar schliessen.

 

Fronttasche mit Klettverschluss

Als Gag gabs dann auf der Rückseite noch eine Hosentasche. Diese Idee kam mir ganz spontan beim Zerschneiden meiner Jeans.

 

Auch eine schöne Rückseite kann entzücken

Das Nähen der Eckverstärkung hat mich jedoch fast in den Wahnsinn getrieben. Zuerst wollte ich diese mit einem Zierstich annähen. Gewissenhaft habe ich extra auf einem Reststück geübt und die richtigen Einstellungen gesucht. Doch auf der Tasche wollte mir der Zierstich in der Rundung nicht richtig gelingen und ich habe zu fest am Stoff gezogen. Meine Maschine machte einen Sprung und schwupp war die schöne Naht kaputt…

 

Misslungener Zierstich

Also alles brav wieder aufgetrennt und mich für einen einfachen Zickzackstich entschieden. Doch beim Nähen habe ich dummersweise ein Stück Taschenfutter unabsichtlich unten mitangenäht. Aargh, schon wieder auftrennen. Manchmal bin ich einfach ein ungeschicktes Huhn. Aber die Reaktionen auf Instagram haben mir gezeigt, dass es auch noch andere Hühner gibt da draussen!

Doch danach lief alles reibungslos, fast zu reibungslos. Ich nähte nämlich Schritt drei und vier an einem Abend, meine Tasche war also fertig. Es fehlt einzig noch das Schulterband. Doch dann haben einige noch einen Reissverschluss an die Tasche genäht und mir gefiel dies wieder so gut, dass ich das auch haben wollte. Ich habe lange hin und her überlegt, denn ein Reissverschluss bedeutete wieder Auftrennen! Schlussendlich habe ich mich aber dafür entschieden, und bereue es nicht, im Gegenteil!

 

Schon wieder auftrennen…

Als das Futter dann raus war, habe ich die Gelegenheit gleich genutzt um an der Innentasche noch ein zusätzliches Fach anzubringen und mein selbstgemachtes Label aufzunähen. Dieses ist noch nicht perfekt und ich habe mich deshalb entschieden, mir Labels zum Aufnähen drucken zu lassen. Ich bin gespannt, wie sie dann in echt aussehen und werde sie euch natürlich hier präsentieren.

 

Innenseite mit Logo
Mein zusätzlicher Reissverschluss

Fazit: Der Sew Along hat total Spass gemacht und war im Gegensatz zu einem Probenähen überhaupt nicht stressig. Auf Instagram gab es einen regen Austausch und es war eine tolle Ideenbörse. Auch die Beiträge von Ingrid B. auf ihrem Blog waren sehr gut beschrieben und enthielten im Gegensatz zur Anleitung noch ein paar Extratipps. Ihre Beiträge findet ihr hier. Die Tasche hat mit dem runden Kleinkramfach einen speziellen Eyecatcher, den die Tasche so speziell macht. Es wird garantiert nicht meine letzte sein. Danke, liebe Ingrid B. fürs Organisieren und den Mitnäherinnen für ihre Anregungen und Feedbacks!

 

Ein schönes Detail
Innenseite mit zusätzlichem Fach und Schlüsselband
In voller Pracht

Die Tasche war übrigens schon öfters im Einsatz und hat den Praxistest erfolgreich bestanden!

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Ganz liebe Piratengrüsse

Verlinkt mit Bibagsewalong und Dings vom Dienstag

Schnittmuster: BiBag von bpatterns, gekauft bei b-patterns.com
Aussenstoff: Dry Oilskin mint von Merchant and Mills, gekauft bei urmeli.ch
Innenfutter: Wachstuch, gekauft bei stoffzentrale.ch
Reissverschluss und übriger Zubehör: gekauft bei kreandoo.ch

Beitrag enthält liebgemeinte Werbung aus Überzeugung (Stoff und Schnittmuster selbst gekauft)

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